Arbeitsaufenhalt in Afrika/Ghana 

 

Es war auf eine sehr positive Weise prägend für mich. Am Ende war mir klar, dass nicht nur ich geholfen habe. 

Die Menschen dort haben im Vergleich zu uns sehr wenig. Doch sie sind reich an Glauben, empfinden eine derartige Freude und Liebe in Ihren Herzen und sind frei von Leistungsdruck und materiellen Zwängen. Keine Wohlstandsverwahrlosung, keine Depressionen, keine Sinnkrisen. 

Das war auch der Grund, warum es mich nach Afrika gezogen hat.

Diese tief verwurzelte Wertschätzung dem Leben gegenüber.

 

 

Arbeit an der Onkologischen Station im Krankenhaus Lienz

Beeindruckende Zusammenarbeit mit einem Onkologen. Er zeigte, dass man Menschen mit schulmedizinisch „aussichtslosen“ Diagnosen und in ihren letzten Stunden nicht nur medizinisch auf höchstem Niveau versorgen, sondern auch zutiefst menschlich begleiten kann. Was braucht dieser Mensch abseits von apparativer und medikamentöser Versorgung? Was braucht die Seele dieses Menschen, um diesen Übergang in eine andere Dimension würdevoll zu erleben?

 

Das Leben hat einen Sinn und behält ihn unter allen Umständen auch im Leiden.“ (Viktor Frankl)

Arztsein bedeutet für mich seit diesem Zeitpunkt:

Zu sehen, wo steht dieser Mensch. Wo will er hin? Die Akzeptanz dieser Individualität. Jede Seele hat ihren Plan. Es ist nicht ausreichend starren Behandlungsschemata zu folgen.