Mein Weg zur Homöopathie

Anfangs fehlte mir jeglicher Bezug zu dieser Therapiemethode. Meine Hebamme und unsere Kinderärztin arbeiteten homöopathisch. Ich gewann den Zugang zur Homöopathie sozusagen nicht als Ärztin sondern als Patientin/Anwenderin.

Es war erstaunlich, wie Nachwehen, Stillprobleme, die Blähungskoliken unserer Kinder, Mittelohrentzündungen oder Husten mit diesen „Kugerln“ (Globuli) wegzubekommen waren. Kein Antibiotikum, keine fiebersenkenden Pharmazeutika. Kinder, die ihr Immunsystem auf natürliche Weise stärken durften und es bis heute tun.

Als Patientin überzeugt

Der letzte „Funke“ sprang während einer eigenen Erkrankung über. Schulmedizinisch bekam ich vier verschiedene Pharmazeutika - eine Symptomen“bekämpfung“. Die Ursache lag zwar woanders, aber es war schulmedizinisch nicht möglich, darauf zu reagieren.

Der wissenschaftliche Reduktionismus hat längst vergessen, Studenten zu lehren, dass eine Einheit von Körper, Geist und Seele besteht und dass Gesundheit nur entstehen kann, wenn wir ganzheitlich behandeln.

Ich aber bekam die für dieses körperliche und seelische Zustandsbild ähnlichste Arznei, und die Wirkung der Globuli stellte sich noch in der gleichen Nacht ein. Nach zwei Tagen konnte ich alle Pharmazeutika absetzen, die körperlichen Symptome verschwanden und ein lange nicht da gewesenes Wohlgefühl breitete sich in meinem Körper aus. Guter Schlaf und schöne Träume waren Zeichen dafür, dass diese Arznei wie ein Impuls, in meiner Vorstellung ein „Brief an die Seele“ankam.

Meine Selbstheilungskräfte wurden mobilisiert, Körper, Geist und Seele befanden sich wieder im Einklang, und ich konnte endlich wieder auf mein volles Potential zurückgreifen. Ein Stein kam ins Rollen.

 

Meine Motivation 

Wie keine andere alternative Methode zuvor vereinnahmte und überzeugte mich die Homöopathie. Denn niemals zuvor hatte ich erlebt, dass eine komplementärmedizinische Methode so schwerwiegende Erkrankungen ins Lot bringen und auch so tief im seelischen Bereich wirken kann. Seither hat mich die Homöopathie nicht mehr losgelassen. Sie ist spannend, bereichernd und macht mir Freude.

Auch wenn es bei jahrzehntelangen, schwersten Zuständen nicht so einfach und schnell geht, der Weg oft beschwerlich ist: Er lohnt sich. Ich liebe diese Arbeit mit Menschen, dieses komplette Erfassen eines Menschen, seiner Seele. Immer wieder aufs Neue schauen zu dürfen: was macht diesen Menschen vor mir einzigartig? Was macht ihn aus? Was hat ihn geprägt? Ihn ein Stück seines Weges begleiten zu dürfen.

 

Angekommen

Ich bin als Ärztin angekommen. Bei einer Heilmethode, von der ich überzeugt bin und die es ermöglicht, den ganzen Menschen in seiner Einzigartigkeit mit seinen körperlichen und geistigen Symptomen, seiner Biografie und allem, was ihn ausmacht, zu erfassen. Und die es ermöglicht, ebenso speziell darauf zu reagieren.

Es geht nicht darum, Symptome schnell wegzubekommen, wie es in der Schulmedizin praktiziert wird. Ziel ist es, Menschen ein ganz grundlegendes Heilwerden erfahren zu lassen.